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Montag, 10. Februar 2025 · Ausgabe Nr. 60

Bessere Entscheidungen

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In dieser Ausgabe

Die wichtigste Aufgabe einer Führungskraft ist das Treffen von Entscheidungen. Führungskräfte verbringen durchschnittlich 37 % ihrer Zeit damit. Mehr als die Hälfte dieser Zeit ist unproduktiv. Dieser Newsletter gibt Einblicke, wie man bessere Entscheidungen treffen kann.

«Eine der wichtigsten Aufgaben einer Führungskraft ist es, Entscheidungen zu treffen.»

Liebe Freunde,

Vielen Dank an alle Leser/innen, die letzte Woche an unserer Umfrage teilgenommen haben. Das schätzen wir sehr. Ihr leistet einen wichtigen Beitrag zu unserer nächsten Studie!

Für diejenigen, die letzte Woche nicht dazu gekommen sind, hier nochmal der Link (Die Umfrage dauert wirklich nicht lange): Link zur Umfrage

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Ja, ich will einen wichtigen Beitrag leisten und die Umfrage ausfüllen!

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Wie man bessere Entscheidungen treffen kann

Eine der wichtigsten Aufgaben einer Führungskraft ist es, Entscheidungen zu treffen.

Gemäss einer McKinsey Studie verbringen Führungskräfte im Schnitt 37% ihrer Zeit damit [Quelle]. Mehr als die Hälfte davon unproduktiv.

Vor einiger Zeit stand ich ebenfalls vor einer wichtigen Geschäftsentscheidung. Trotz der gründlichen Analyse der Daten, fiel es mir schwer mich zu entscheiden.

Ich hatte sogar das Gefühl, dass mir die Entscheidung umso schwieriger fiel, je mehr Zeit ich damit verbrachte. Dafür gibt es zwei Gründe:

1) Analysis paralysis (Entscheidungsparalyse): Je mehr Informationen und Daten man über eine Entscheidung sammelt, desto schwieriger wird es die Daten zu strukturieren, interpretieren, und zu berücksichtigen. Wir werden überfordert.

2) Decision Fatigue (Entscheidungsmüdigkeit): Gute Entscheidungen zu treffen braucht viel mentale Energie und Aufmerksamkeit. Wir werden müde vom Entscheiden.

Also probierte ich eine neue Methode.

Ich versetzte mich in die Lage eines externen Coaches, und schrieb mir selbst eine E-Mail. Darin erklärte ich mir selbst, als wäre ich ein Aussenseiter, welche Entscheidung ich in der Situation treffen sollte und warum.

Das hört sich im ersten Moment etwas Schizophren an, doch es gibt spannende Forschung dazu.

Der wissenschaftliche Begriff dafür lautet Self-Distancing (Selbstdistanzierung).

Ganz konkret geht es darum eine Perspektive einzunehmen, die es uns ermöglicht die Situation so zu betrachten als wären wir ein externer Beobachter.

Studien zeigen, dass wir mit dieser Technik uns emotional von der Entscheidung entfernen können und objektiver werden [Quelle]. Wir sind dann eher in der Lage das grosse Ganze zu sehen. Und insbesondere der Einfluss von negativen Emotionen wird dadurch reduziert [Quelle].

Andy Grove, der legendäre CEO von Intel, nutzte ebenfalls eine Self-Distancing Technik. Falls er vor einer wichtigen Entscheidung stand, fragte er sich selbst: “Wenn heute ein Nachfolger meinen Platz einnähme, wie würde er entscheiden?”.

Hier eine Liste weiterer von Self-Distancing inspirierter Fragen

Die gute Freundin/Der gute Freund: Was würde ich einer guten Freundin raten, die vor genau dieser Entscheidung steht?

Mein Idol: Was würde [Person XYZ, die ich bewundere] in dieser Situation tun? Zum Beispiel (rein fiktives Beispiel und nicht wirklich mein Idol): Was würde wohl Jeff Bezos in meiner Situation tun?

Mein zukünftiges Ich: Stell dir vor, es sind 10 Jahre vergangen. Welche Entscheidung würde mein zukünftiges Ich eher befürworten?

Bei all diesen Fragen geht es darum, sich selbst von der Situation zu distanzieren und die Perspektive einer anderen Person einzunehmen.

Ein weiteres Beispiel: Habt ihr auch schon einmal bemerkt, dass ihr bei den Entscheidungen eurer Freunde und Bekannten besseren Rat gebt?

Auch dafür gibt es einen Begriff: Salomon’s Paradoxon. Benannt ist dieses Phänomen nach dem biblischen König Salomon, der für seine Weisheit und seinen guten Rat bekannt war - selber aber ständig schlechte Entscheidungen traf.

Das nächste Mal, wenn ihr also vor einer wichtigen Entscheidung steht, versucht euch von der Situation zu distanzieren und die Perspektive einer anderen Person einzunehmen.

Eine Frage für dich

Was würde euer Nachfolger in eurer Situation tun?

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