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Montag, 26. August 2024 · Ausgabe Nr. 39

Erledigt ist besser als perfekt

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In dieser Ausgabe

Viele Optionen führen oft zu Analyse-Paralyse, was die Produktivität verlangsamt und effektive Entscheidungen behindert. Strategien wie die Priorisierung wichtiger Entscheidungen, das Einholen externer Perspektiven und das Akzeptieren von Entscheidungen können die Ergebnisse verbessern.

«In einer Welt mit vielen Möglichkeiten ist die beste Entscheidung nicht unbedingt die perfekte Option. Manchmal ist „erledigt besser als perfekt".»

Liebe Freunde,

Diese Woche: Wir stehen ständig vor vielen Entscheidungen, aber die Menge der Optionen macht uns langsamer und führt zu Produktivitätsverlusten.

Aber es gibt eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken. Darum geht es diese Woche.

Mehr Optionen = Bessere Entscheidungen? Falsch!

In unserem Alltag werden wir mit vielen Entscheidungen konfrontiert.

Von kleinen Entscheidungen wie der Wahl des Kaffees bis hin zu wichtigen Entscheidungen bei der Arbeit - unsere Tage sind voll von Entscheidungsmomenten. Doch diese Fülle an Entscheidungen kann zu Problemen führen.

Um Fehler zu vermeiden, versuchen wir nämlich, so viele Optionen wie möglich zu analysieren, was zu einer „Analyse-Lähmung“ (Analysis paralysis) führt.

Eine McKinsey-Umfrage [1] zeigt, dass weniger als die Hälfte der Manager glaubt, dass Entscheidungen rechtzeitig getroffen werden, und 61% sind der Meinung, dass mehr als die Hälfte der Zeit, die für Entscheidungen aufgewendet wird, ineffektiv ist.

Dies führt zu erheblichen Produktivitätsverlusten. Eine Studie mit über 300 CEOs über einen Zeitraum von vier Jahren ergab, dass Unternehmen, die schnellere strategische Entscheidungen treffen, höhere Gewinne und mehr Wachstum erzielen [2].

Ausserdem ist das Treffen von Entscheidungen mental anstrengend. Untersuchungen zeigen, dass Menschen nach zahlreichen Entscheidungen eine tiefere Selbstkontrolle, und eine geringere Belastbarkeit aufweisen [3].

Nichtsdestotrotz kommen wir nicht um die Entscheidung herum. Was ist also die Lösung?

Herbert Simon, ein Pionier der Entscheidungstheorie, liefert hierzu eine simple Methode. Er unterscheidet zwischen zwei Arten von Entscheidern:

Maximierer/Optimierer suchen nach der perfekten Option.

Satisficers sind mit Optionen zufrieden, die „gut genug“ sind.

Maximierer werden viel Zeit und Mühe in die Suche nach dem perfekten Müsli investieren, während Satisficer ein Müsli wählen, das gut genug ist, um ihre Anforderungen zu erfüllen - bis sie ein besseres entdecken.

Maximierer schneiden vielleicht etwas besser ab, investieren aber deutlich mehr Zusatzaufwand. Und sie sind weniger zufrieden mit den Ergebnissen [4]. Entscheidend ist das Gleichgewicht zwischen Effizienz und Effektivität.

Um unsere Entscheidungen in unsicheren Situationen zu verbessern, sollten wir also diese Strategien anwenden:

Entscheide dich für das, was wichtig ist: Nimm dir mehr Zeit für grosse Entscheidungen, z. B. für die Suche nach einem Job, der dir wirklich Spass macht. Bei kleinen Dingen, wie z. B. der Frage, was du anziehen sollst, mach es dir schnell und einfach.

Stell dir vor, du würdest einem Freund helfen: Menschen neigen dazu, bessere Lösungen zu finden, wenn sie Entscheidungen für andere treffen, weil sie so psychologisch distanzierter ist [5]. Wenn du eine Entscheidung triffst, verhalte dich so, als würdest jemand anderem einen Rat geben. Du kannst sogar dir selber eine E-Mail schreiben.

Akzeptiere deine Entscheidungungen: Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, akzeptiere sie. Studien zeigen, dass die Möglichkeit, Entscheidungen zu ändern, die Zufriedenheit reduziert [6]. In den meisten Fällen kommt es nicht so sehr auf die Entscheidung selbst an, sondern darauf, was wir daraus machen. Das macht den Unterschied.

In einer Welt mit vielen Wahlmöglichkeiten ist die beste Entscheidung nicht unbedingt die perfekte Option. Manchmal gilt “done is better than perfect”.

Eine Frage für dich

Stehst du bald vor einer wichtigen Entscheidung? Wenn dein/e beste/r Freund/in vor genau dieser Entscheidung stünde, was würden du ihm/ihr raten?

Noch eine Sache…

Eine gute Führungskraft zu sein, bedeutet nicht, dass man alles weiss. Es bedeutet nicht, dass man für jedes Problem die richtige Antwort kennt. Es bedeutet auch nicht, dass man keine Fehler macht oder nie versagt.

Eine gute Führungskraft zu sein, beginnt vielmehr damit, dass man sich verpflichtet, eine gute Führungskraft zu werden. Es mag offensichtlich klingen, aber viele Manager haben nie wirklich darüber nachgedacht oder sich aktiv dazu entschlossen, Schritte zu unternehmen, um eine gute Führungskraft zu werden.

Eine gute Führungskraft zu sein bedeutet, dass man sich weiterentwickeln will. Es beginnt mit der Absicht.

Und für all diejenigen, die diese Absicht haben, aber noch nicht wissen, wo sie anfangen sollen, haben wir kürzlich unser Angebot der Jenewein-Akademie erweitert. Zusätzlich zu unseren beliebten Leadership Bootcamps haben wir ein neues Konzept - die Leadership Accelerator für neue Führungskräfte - eingeführt. Ziel ist es, talentierte, neue Führungskräfte von Grund auf für den Erfolg vorzubereiten. Klick hier, um mehr über unsere Akademieangebote zu erfahren.

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