Montag, 17. Februar 2025 · Ausgabe Nr. 61
Wie wärs mit einer Pause?
Dieser Artikel beleuchtet die positiven Auswirkungen von Mikropausen auf die Reduzierung von Stressleveln. Er hebt Forschungsergebnisse hervor, die zeigen, dass aufeinanderfolgende Meetings ohne Pausen den Stress erheblich erhöhen. Der Newsletter plädiert für die Integration kurzer Pausen, um Wohlbefinden und Produktivität zu verbessern.
«Aufeinanderfolgende Meetings ohne Pausen erhöhen unseren Stresslevel besonders stark.»
Liebe Freunde,
Diese Woche stellen wir interessante Studien über die unglaublich positiven Auswirkungen von sogenannten Micro-Breaks vor.
Einfach mal öfter eine kurze Pause machen
Sieht dein Kalender auch so aus?
Ein Meeting endet, und schon fängt das nächste an. Ohne die Möglichkeit kurz den Kopf zu lüften.
Back-to-back Meetings und Videocalls sind zur Gewohnheit geworden.
In einer von Microsoft durchgeführten Studie, in der die Gehirnströme der Probanden gemessen wurden, bestätigen Forscher nun, was viele von uns bereits aus eigener Erfahrung wissen: Aufeinanderfolgende Meetings ohne Pausen erhöhen unseren Stresslevel besonders stark [Quelle].
In der Studie mussten die Teilnehmer an vier 30-minütigen Calls teilnehmen. Mit jedem weiteren Meeting stieg der Stresslevel der Probanden. Ein kumulativer Stressaufbau. Gleichzeitig sank ihre Aufmerksamkeit.
In der Studie gab es eine zweite Gruppe, die diese negativen Effekte verhindern konnte. Ihr Geheimnis? Sogenannte Micro-Breaks.
Micro-Breaks sind kurze, bewusste Pausen von 30 Sekunden bis 5 Minuten. Und sie bewirken wahre Wunder.
Die zweite Gruppe musste nämlich zwischen den vier Calls jeweils zehn Minuten meditieren. Im Gegensatz zur ersten Gruppe, gab es keinen kumulativen Stressaufbau.
Das durchschnittliche Niveau der Betawellen (ein Mass für das Stressniveau) blieb über die vier Meetings hinweg konstant.
Bei den Teilnehmern, die keine Pausen hatten, stellten die Forscher ausserdem fest, dass die Übergänge zwischen den Meetings die Beta-Aktivität bzw. den Stresspegel in die Höhe trieben.
Das könnte daran liegen, dass man sich dem Ende des Meetings nähert und weiss, dass gleich das Nächste ansteht, und dass man umschalten und sein Gehirn auf etwas anderes konzentrieren muss.
Bei den Teilnehmern, die Meditationspausen einlegten, sank die Betawellenaktivität dagegen zwischen den Meetings, und der Anstieg zu Beginn des nächsten Meetings war viel gemässigter.
In einer anderen Studie mit Sales-Mitarbeitern in über 70 Callcenter fanden die Forscher heraus, dass die Mitarbeiter, die zwischen ihren Calls Micro-Breaks einlegten, eine bessere Stimmung hatten und eine bessere Sales-Performance erzielten [Quelle].
Das Fazit ist also klar: Gönn dir häufiger eine kurze Pause!
Aber wie so oft reicht es nicht aus, nur zu verstehen, dass kurze Pausen wichtig sind - wir müssen sie auch machen!
Wir sollten z.B. unsere Meetings von 60 auf 55 oder sogar 50 Minuten verkürzen und von 30 auf 25 Minuten.
Microsoft Office erlaubt es sogar dies zu automatisieren. Geh dazu einfach auf Einstellungen, dann Kalender auswählen. Danach gibt es die Option “Dauer für alle Ereignisse verkürzen”. Wenn diese Option aktiviert wird, kann man bspw. einstellen, dass alle Meetings 5 Minuten früher enden sollen.
Und wenn doch wieder eine Einladung zu einem 60-Minuten Call reinkommt, einfach ablehnen und im Gegenvorschlag die ursprüngliche Zeit um 5 Minuten kürzen.
Nochmal: Micro-Breaks sind kurze, bewusste Pausen. Es geht also wirklich darum diszipliniert Pausen einzuplanen.
Schliesslich ergab eine weitere Studie, dass die Nutzung sozialer Medien während einer Mikropause die Erholung beeinträchtigte [Quelle]! Wenn du dir also eine Mikropause gönnen möchtest, dann geh kurz spazieren, mach einige Stretch-Übungen oder schliess einfach die Augen und atme tief durch, und vermeide Social Media.
Eine Frage für dich
Wie kannst du häufiger Micro-Breaks in deinen Arbeitsalltag einplanen?
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