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Montag, 23. September 2024 · Ausgabe Nr. 43

Michael Jordan und Talentakquise

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In dieser Ausgabe

Dieser Newsletter beleuchtet die Bedeutung, außergewöhnliche Talente zu erkennen und einzustellen, auch wenn diese nicht perfekt in vordefinierte Rollen passen. Anhand der wahren Geschichte von Michael Jordans Eintritt in die NBA wird betont, dass außergewöhnliche Persönlichkeiten oft ihre eigenen Chancen schaffen und den Teamerfolg neu definieren können. Der Artikel ermutigt Führungskräfte, bei Einstellungsentscheidungen Potenzial und Denkweise über starre Anforderungen zu stellen.

«„Wir haben ihn ausgewählt, weil man einen so großartigen Spieler nicht ablehnen kann."»

Liebe Freunde,

Diese Woche: Die Geschichte, wie Michael Jordan in die NBA kam und was wir alle daraus lernen können.

Michael Jordan und wie er in die NBA kam

1984 befand sich die Basketballmannschaft aus Chicago, die Bulls, auf dem Tiefpunkt.

Sie hatten die Saison als zweitletztes Team beendet. In den vorangegangenen acht Jahren qualifizierten sie sich nur zweimal für die Playoffs und wechselte in diesem Zeitraum ganze achtmal den Trainer.

Doch dann stand der NBA Draft 1984 an.

In der US-Basketballliga gibt es nämlich einen Prozess namens Drafting. Einmal im Jahr dürfen die Teams neue Amateur-Spieler, die noch nicht in der NBA spielen, auswählen. Dabei wählen die Teams in einer festen Reihenfolge. Die Teams, die in der vorherigen Saison schlecht abgeschnitten haben, wählen als Erstes. So haben sie die Chance, sich durch junge Talente zu verbessern.

Die Chicago Bulls kamen als drittes Team dran. Die Mannschaft brauchte dringend einen neuen Spieler für die Center-Position – die damals wichtigste und begehrteste Position im Basketball.

Der Teammanager der Bulls, Rod Thorn, wusste, dass dies die Position war, die sie verstärken mussten. Gleichzeitig gab es da diesen aufstrebenden jungen Spieler namens Michael Jordan, der bereits im College-Basketball von sich reden gemacht hatte.

Foto: 20-jähriger Michael Jordan vor seiner Profi-Karriere

Es gab jedoch ein Problem. Michael Jordan war kein Center. Ja, er war talentiert, aber für diese Position war keine Stelle frei. Ausserdem erfüllte er nicht alle Anforderungen: Er war mit seinen 1.98 Meter zu klein. Damals galt 7 feet (ungefähr 2.13 Meter) als die optimale Grösse für Basketballspieler.

Bobby Knight, der US-Nationaltrainer, der Michael Jordan kürzlich kennengelernt hatte, gab einen bemerkenswerten Rat: „Draftet Jordan. Lasst ihn von mir aus auf der Center-Position spielen, und er wird der beste Center der Liga.“

Rod Thorn, der General Manager der Bulls, hörte auf diesen Ratschlag und entschied sich, das Risiko einzugehen: Er wählte Michael Jordan. Es war jedoch keine einfache Entscheidung, denn selbst die Eigentümer der Bulls drängten Thorn einen Center-Spieler zu draften. Doch Thorn entgegnete: „Wir haben ihn gewählt, weil man einen so grossartigen Spieler nicht ablehnen kann.“

Der Rest ist Geschichte. Zwei Monate später führte Jordan das US Team zum Olympiasieg. Ausserdem führte er die Chicago Bulls zu sechs Meistertiteln, wurde fünfmal zum wertvollsten Spieler (MVP) der NBA gewählt und gilt als einer der besten Basketballspieler aller Zeiten.

Foto: Michael Jordan unterschreibt bei den Chicago Bulls

Was hat das alles nun mit Leadership zu tun?

Der US-Coach Bobby Knight und der Chicago Manager Rod Thorn haben etwas sehr Wichtiges verstanden: Aussergewöhnliche Talente sind sehr selten. Wenn man sie jedoch findet und die Möglichkeit hat, dann sollte man sie zu sich in Team holen. Solche Talente finden immer einen Weg, Mehrwert zu schaffen.

Das gilt auch für Unternehmen: Wenn Ihr aussergewöhnliche Talente entdeckt, dann ergreift die Chance. Selbst wenn die Organisation momentan keine offene Stelle für dieses Talent hat, findet man immer Aufgaben oder schafft Raum für solche Menschen.

Ausserdem haben viele Unternehmen manchmal zu starre Anforderungen für die Besetzung von neuen Stellen. Sei es ein Mindestalter für Führungspositionen oder quantitative Tests, die über die Einstellung entscheiden. Viele wichtigere Faktoren wie Entwicklungspotenzial und das richtige Mindset werden oft zu wenig stark berücksichtigt. “Hire for attitude, train for skill” lautet die Devise!

Eine Frage für dich

Überdenke deine Anforderungen, wenn du neue Stellen besetzt. Sind deine Anforderungen wirklich ein Indikator für gute Arbeitsleistung? Wenn nicht, welche Anforderungen sind sinnvoller?

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