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Montag, 29. Juli 2024 · Ausgabe Nr. 35

Traditionelle vs. Positive Psychologie

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In dieser Ausgabe

Dieser Newsletter diskutiert den Unterschied zwischen traditioneller und positiver Psychologie und wendet Letztere auf die Führung an. Er erklärt, wie positive Führung Individuen dazu ermutigt, aufzublühen und ihr volles Potenzial zu entfalten, anstatt sich ausschliesslich auf die Behebung von Schwächen zu konzentrieren.

«Das Ziel der Positiven Psychologie ist es, Individuen dabei zu helfen, von einem neutralen Zustand in einen positiven Zustand des Aufblühens zu gelangen und ihr volles Potenzial zu maximieren.»

Liebe Freunde,

Diese Woche: Wir sprechen über den Unterschied zwischen traditioneller und positiver Psychologie und darüber, wie diese Idee auf den Arbeitsplatz und die Führung angewendet werden kann.

Von negativer zu positiver Führung

Traditionell befasste sich die Psychologie mit den Problemen und Defiziten der Menschen. Es ging darum, Wege zu finden, um psychische Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln. Und das Ziel war, Menschen von einem negativen, suboptimalen Zustand zurück in einen neutralen oder „normalen“ Zustand zu bringen.

Doch 1998 wurde Martin Seligman Präsident der American Psychological Association. Und er war der Meinung, dass sich die Mainstream-Psychologie zu sehr auf Krankheiten und Störungen konzentrierte, und rief eine neue Bewegung namens positive Psychologie ins Leben.

Im Gegensatz zur traditionellen Psychologie geht es bei der positiven Psychologie nicht darum, Menschen zu heilen bzw. zu “reparieren”. Stattdessen zielt sie darauf ab, Menschen von einem neutralen in einen positiven Zustand zu bringen, den er als Aufblühen (engl. flourishing) bezeichnet.

Im Wesentlichen geht es darum, den Menschen zu helfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Diese Idee lässt sich auch auf unseren Arbeitsplatz übertragen. Denn auch dort konzentrieren wir uns oft auf die Behebung des Negativen. Traditionell konzentrierte sich die Führung darauf, Störungen zu erkennen und die Probleme zu beseitigen.

Wir stellen zum Beispiel fest, dass ein bestimmter Mitarbeiter bestimmte Schwächen hat. Wir versuchen dann, ihm durch konstruktives Feedback zu helfen, sich zu verbessern. Aber obwohl negatives Feedback nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, hilft es zwar, Probleme zu beheben, führt aber nicht dazu, dass Menschen aufblühen. Oder wie Seligman sagte: „Die Heilung des Negativen bringt nicht das Positive hervor“.

Der negative Führungsansatz funktioniert gut, wenn wir wollen, dass die Menschen nach vordefinierten Prozessen und Regeln arbeiten. Wenn wir aber den Menschen helfen wollen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, brauchen wir einen anderen Ansatz.

Das ist die Idee hinter der positiven Führung.

In den nächsten Wochen stellen wir die interessantesten Erkenntnisse der positiven Führung vor und geben nützliche Tipps für zufriedenere Mitarbeitern und einen besseren Arbeitsplätzen.

Eine Frage für dich

Konzentrieren sich die Menschen an deinem Arbeitsplatz darauf, Probleme zu erkennen und zu beheben, oder darauf, ein positives Umfeld zu schaffen, in dem Menschen sich entfalten können?

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