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Montag, 25. März 2024 · Ausgabe Nr. 19

Es gibt keine schlechten Teams – nur schlechte Führungskräfte

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In dieser Ausgabe

Führungskräfte schaffen das Umfeld für den Erfolg oder Misserfolg von Teams. Die US Navy SEALs veranschaulichen dies, wenn eine Bootsbesatzung, die zuletzt lag, unter neuer Führung zu einem Gewinner wird. Über militärische Beispiele hinaus zeigen Studien von Gallup und anderen, dass Mitarbeiterengagement und „Quiet Quitting" oft direkte Widerspiegelungen der Führungseffektivität sind und nicht der Mitarbeiterbereitschaft.

«Mitarbeiter verlassen nicht Unternehmen, sie verlassen ihre Chefs. Es ist Zeit, an unserer Führung zu arbeiten.»

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Es gibt keine schlechten Teams - nur schlechte Führungskräfte

Die US Navy Seals gelten als eines der leistungsstärksten Teams der Welt.

Während ihrer Ausbildung durchlaufen die Bewerber ein spezielles Trainingsprogramm namens “Hell Week” (die Höllenwoche).

Bei einer Übung werden die Kandidaten in zehn Gruppen eingeteilt und treten in einem Bootsrennen gegeneinander an.

In ihrem Buch "Extreme Ownership" beschreiben die Autoren, wie die Bootsteam 6 während einer Durchführung immer den letzten Platz belegte. Der Kapitän der Bootsmannschaft 6 gab seiner Mannschaft die Schuld. Seine Teammitglieder seien zu schwach, hörten nicht auf ihn und seien einfach nicht motiviert.

Die Ausbilder tauschten dann diese Führungskraft von Team 6 ins Team 2 (das bisher führende Teams) aus.

Was passiert als nächstes?

Das Team 2 wird langsam schlechter. Und was noch interessanter ist: Team 6 beginnt zu gewinnen.

Und was noch interessanter ist: Team 6 wird vom letzten zum ersten Platz. Sie beginnen, als Team zu arbeiten und gewinnen.

Das gleiche Team und die gleichen Umstände - unter einer neuen Führung.

Es gibt keine schlechten Teams - nur schlechte Führungskräfte.

“Quiet Quitting” ist ein neuer Begriff und beschreibt Mitarbeitende, die nur bereit sind, das Minimum an Arbeit zu leisten, um ihren Arbeitsplatz zu behalten.

Der neue Gallup Engagement Index zeigt, dass sich 19% der Arbeitnehmer in Deutschland emotional nicht engagiert fühlen - der höchste Wert seit 2012. Die gleiche Studie zeigt, dass fast die Hälfte - 45% - der deutschen Arbeitnehmer entweder aktiv oder passiv nach einem neuen Job suchen.

In einer Studie untersuchten Forscher, wie Führungskräfte von ihren direkten Mitarbeitern bewertet werden.

Sie fanden heraus, dass bei Führungskräften, denen es nicht gelingt, "ein Gleichgewicht zwischen der Erzielung von Ergebnissen und der Berücksichtigung der Bedürfnisse anderer zu finden", drei- bis viermal so viele Mitarbeiter in die Kategorie "Quiet Quitting" fallen (14%) wie bei den effektivsten Führungskräften (3%).

Die Forscher schreiben: "Unsere Daten deuten darauf hin, dass Quiet Quitting in der Regel weniger mit der Bereitschaft eines Mitarbeiters zu tun hat, härter zu arbeiten [...], sondern mehr mit der Fähigkeit einer Führungskraft, eine Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufzubauen.”

Eine weitere Studie, ebenfalls von Gallup, zeigt, dass 70% der Faktoren, die zur Unzufriedenheit am Arbeitsplatz beitragen, direkt mit dem Vorgesetzten zusammenhängen.

Menschen beginnen einen neuen Job nicht unmotiviert. In der Regel sind sie sogar sehr motiviert, wenn sie eine neue Stelle starten.

Doch mit der Zeit werden sie zunehmend unzufrieden. Zum Beispiel, wenn sie das Vertrauen verlieren, sich nicht wertgeschätzt fühlen, das Gefühl der Zugehörigkeit vermissen oder unter schlechter Kommunikation leiden (unten die Quiet Quitting Pyramide).

Mitarbeiter verlassen nicht Unternehmen, sondern ihre Chefs. Es ist an der Zeit, an unserer Führung zu arbeiten.

Eine Frage für dich

Hattest du schon einmal Mitarbeiter oder Kollegen, die zu Beginn sehr motiviert waren und sich im Laufe der Zeit weniger engagiert haben?

Was waren die Hauptgründe dafür?

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