Montag, 26. Mai 2025 · Ausgabe Nr. 74
Feedback Vorbereitung
Dieser Artikel konzentriert sich auf die Bedeutung der Vorbereitung auf Feedback-Gespräche. Er hebt hervor, dass Feedback zwar entscheidend ist, viele Menschen jedoch Schwierigkeiten haben, es klar und empathisch zu vermitteln, insbesondere wenn es kritisch ist. Der Autor betont die Notwendigkeit, vor dem Geben von Feedback um Erlaubnis zu bitten und die Absicht dahinter zu erläutern, um einen Dialog statt einer einseitigen Korrektur zu fördern.
«„Was du vor dem eigentlichen Feedback sagst, ist absolut entscheidend."»
Liebe Freunde,
Diese Woche befassen wir uns mit dem Thema Feedback und geben einige ganz praktische Tipps.
Die Feedback-Vorbereitung ist entscheidend
Wir sind uns alle einig: Feedback ist eines der wichtigsten Themen in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen.
Aber beherrschen wir es wirklich?
Unsere Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit Dutzenden von Unternehmen zeigt: Viele tun sich immer noch schwer damit, Feedback klar, direkt und trotzdem empathisch zu vermitteln.
Denn Feedback – besonders kritisches Feedback – ist eine Gratwanderung: Einerseits müssen wir klar und deutlich sein, damit unser Gegenüber versteht, worum es geht. Andererseits wollen wir natürlich niemanden verletzen oder in die Defensive drängen.
Wie schaffen wir diesen Balanceakt?
Was ihr vor dem eigentlichen Feedback sagt, ist absolut entscheidend.
Bereitet eure Gesprächspartner:innen auf das Feedback vor.
Indem ihr sie zum Beispiel vorher kurz fragt: „Darf ich dir ein Feedback geben?“
Mit dieser einfachen Frage holt ihr euch das Einverständnis ein. Kaum jemand sagt nein, doch durch diese Frage behält die andere Person ihre Autonomie. Es entsteht weniger das Gefühl von oben herab korrigiert zu werden, sondern eher ein Dialog auf Augenhöhe.
Je nach Situation könnt ihr auch andere Varianten nutzen
„Kann ich eine andere Perspektive mit dir teilen?“
„Darf ich deine Idee challengen?“
„Lass mich mal den Advocatus Diaboli spielen.“
Diese kurzen Sätze helfen, das Feedback sanfter einzuleiten, ohne die Klarheit der Botschaft zu verwässern.
Ein weiterer wichtiger Tipp ist, klarzumachen, warum ihr überhaupt Feedback gebt. Zum Beispiel:
„Ich glaube, Feedback hilft uns, uns ständig zu verbessern. Deshalb möchte ich dir ein Feedback geben.“
„Ich gebe dir dieses Feedback, weil ich an dein Potenzial glaube und dich dabei unterstützen will, weiter zu wachsen.“
Und ganz wichtig: Schliesst jedes Feedback mit einer offenen Frage ab, die Raum für Dialog lässt. Fragt am Ende einfach: „Was denkst du darüber?“
So entsteht ein Gespräch statt einer Einbahnstrasse.
Eine Frage für dich
Wem solltest du diese Woche mal unbedingt Feedback geben?
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