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Montag, 10. März 2025 · Ausgabe Nr. 64

Produktivität = Fokus

Productivityattentionfocuscognitive loadmultitaskinghabitsleadership skills

In dieser Ausgabe

Dieser Newsletter setzt eine dreiteilige Serie über Produktivität fort und konzentriert sich auf das Konzept der Aufmerksamkeit. Er führt die Idee eines „Aufmerksamkeitsraums" ein, der mit Gewohnheiten oder komplexen Aufgaben gefüllt werden kann. Der Newsletter erklärt, wie Multitasking für Gewohnheiten, aber nicht für komplexe Aufgaben funktioniert und wie kognitive Überlastung durch Überfüllung des Aufmerksamkeitsraums zu mentaler Ermüdung und erhöhtem Stress führen kann.

«Um wirklich produktiv zu sein, müssen wir uns auf wichtige Aufgaben konzentrieren, aber unsere Aufmerksamkeit ist auf eine viel kleinere Anzahl von Dingen beschränkt, als wir denken.»

Liebe Freunde,

Diese Woche fahren wir unsere 3-teilige Reihe zum Thema Produktivität fort. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns heute nochmal vertiefter mit dem Thema Aufmerksamkeit.

Und wir führen ein neues Format ein: Wöchentliche Umfragen!

Umfrage der Woche: Wie produktiv bist du?

Ein richtig produktiver Tag fühlt sich einfach gut an. Aber wieviele Stunden bist du wirklich produktiv? Nimm an unserer Umfrage teil. Die Ergebnisse gibt es im Newsletter von nächster Woche!

Hier der Link

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Produktiver werden (Teil 2)

Um wirklich produktiv zu sein, müssen wir uns auf wichtige Aufgaben fokussieren.

Unsere Aufmerksamkeit ist jedoch beschränkt.

Wir können uns zu jeder Zeit nur auf eine limitierte Zahl von Dingen konzentrieren.

Und zwar auf eine viel kleinere Zahl als wir denken. In den meisten Fällen können wir uns tatsächlich nur auf eine oder zwei Sachen gleichzeitig konzentrieren.

Chris Bailey, von dem die meisten Erkenntnisse dieser Newsletter-Ausgabe stammen, beschreibt es so:

Jeder von uns hat einen bestimmten “Aufmerksamkeitsraum”.

Dieser Aufmerksamkeitsraum beinhaltet unsere gesamte, bewusste Wahrnehmung.

Nun können wir diesen Raum mit zwei Arten von Tätigkeiten füllen: Gewohnheiten und komplexe Tätigkeiten.

Gewohnheiten (Habits) benötigen wenig Denkarbeit.

Wir können unseren Aufmerksamkeitsraum beispielsweise mit mehreren Tätigkeiten füllen, die wenig kognitive Kapazitäten benötigen. Zum Beispiel: Auto fahren und gleichzeitig Radio hören. Das ist Multi-Tasking.

Multi-Tasking funktioniert also mit Tätigkeiten, die wenig Raum benötigen.

Komplexe Tätigkeiten fordern uns mehr.

Eine einzige komplexe Tätigkeit kann bereits unseren Aufmerksamkeitsraum fast vollständig füllen. Zum Beispiel: Einen interessanten Newsletter lesen ;-)

In solchen Situation funktioniert Multi-Tasking nicht!

Wir können nicht ein Buch lesen und gleichzeitig ein Gespräch mit einem Freund führen. Beide Tätigkeiten erfordern zu viel Raum und kämpfen um unsere limitierte Aufmerksamkeit.

Was bedeutet all das für unser Hauptthema Produktivität?

Wir müssen den ganzen Tag durch entscheiden, womit wir unseren Aufmerksamkeitsraum füllen.

Die wichtigsten Aufgaben - die Aufgaben, bei denen wir wirklich einen Unterschied machen können - sind häufig solche, die viel Raum einnehmen.

Ein wichtiges Mitarbeitergespräch führen. Eine strategische Entscheidung mit langfristigen Folgen treffen. Das Lesen eines wichtigen Reports. Alle diese Aufgaben benötigen viel Aufmerksamkeitsraum.

Wenn wir unseren Raum überfüllen, wird das als Cognitive Overload (Kognitive Überlastung) bezeichnet.

Diese kognitive Überlastung führt zu mentaler Ermüdung, verringert unsere Problemlösefähigkeiten und erhöht sogar unseren Stresslevel [Quelle].

Wenn wir also wirklich produktiv sein wollen, müssen wir an den wichtigen Aufgaben arbeiten (siehe Newsletter von letzter Woche) und gleichzeitig uns vollständig auf nur eine Aufgabe fokussieren, anstatt Multi-Tasking zu betreiben.

Eine Frage für dich

Was füllt deinen Aufmerksamkeitsraum jetzt gerade?

Mach dir alle Tätigkeiten und Gedanken bewusst, die aktuell bei dir Aufmerksamkeitsraum einnehmen.

Wenn du zu viele Tätigkeiten auf deiner Platte hast, reduziere die Anzahl der Tätigkeiten. Zum Beispiel, indem du einige Dinge aufschreibst und bewusst einplanst, wann du dich später um sie kümmern wirst.

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