Montag, 2. Februar 2026 · Ausgabe Nr. 107
Toxische Mitarbeiter
Dieser Newsletter behandelt die schädlichen Auswirkungen toxischer Mitarbeiter auf Unternehmen. Er hebt hervor, wie destruktives Verhalten Teams schneller untergraben kann, als Top-Performer sie aufbauen können. Der Autor betont, dass Leistung ohne Werte keine wahre Leistung ist und warnt davor, schädliches Verhalten für kurzfristige Gewinne zu tolerieren.
«Destruktives Verhalten kann ein Team schneller zerstören, als ein Top-Performer es aufbauen kann.»
Liebe Freunde,
Diese Woche sprechen wir über den negativen Einfluss von toxischen Mitarbeitenden und zeigen, warum wir unsere Toleranzgrenze für sie reduzieren sollten.
Welches Verhalten tolerieren wir?
In vielen Unternehmen dreht sich ein grosser Teil der Diskussion um eine zentrale Frage: Wie finden, entwickeln und belohnen wir Top-Performer, um unsere Performance zu steigern?
Der Fokus liegt also fast immer auf den positiven Ausreissern. Auf den Stars.
Und ja, das ist wichtig. Die richtigen Menschen an Bord zu holen, macht einen enormen Unterschied.
Doch es gibt eine andere Seite der Verteilung, über die deutlich weniger gesprochen wird. Die negativen Ausreisser.
Nicht jede Fehlbesetzung ist dramatisch. Manchmal passt es einfach nicht. Die Person verlässt das Unternehmen wieder, man startet eine neue Suche, investiert erneut Zeit und Geld. Ärgerlich, aber verkraftbar.
Problematisch wird es dort, wo Mitarbeitende aktiv Schaden anrichten.
Es geht hierbei nicht um die Mitarbeitenden, die fachlich schwach sind. Sondern um diejenigen, deren Verhalten andere Menschen, Teams oder das Unternehmen belasten. Die Forschung spricht hier von „toxischen“ Mitarbeitenden.
In vielen Unternehmen dreht sich ein grosser Teil der Diskussion um eine zentrale Frage: Wie finden, entwickeln und belohnen wir Top-Performer, um unsere Performance zu steigern?
Der Fokus liegt also fast immer auf den positiven Ausreissern. Auf den Stars.
Und ja, das ist wichtig. Die richtigen Menschen an Bord zu holen, macht einen enormen Unterschied.
Doch es gibt eine andere Seite der Verteilung, über die deutlich weniger gesprochen wird. Die negativen Ausreisser.
Nicht jede Fehlbesetzung ist dramatisch. Manchmal passt es einfach nicht. Die Person verlässt das Unternehmen wieder, man startet eine neue Suche, investiert erneut Zeit und Geld. Ärgerlich, aber verkraftbar.
Problematisch wird es dort, wo Mitarbeitende aktiv Schaden anrichten.
Es geht hierbei nicht um die Mitarbeitenden, die fachlich schwach sind. Sondern um diejenigen, deren Verhalten andere Menschen, Teams oder das Unternehmen belasten. Die Forschung spricht hier von „toxischen“ Mitarbeitenden.
Mit anderen Worten: Schlechte (bzw. toxische) Mitarbeitende haben einen stärkeren Effekt auf die Organisation als sehr gute.
Das passt auch zu einem bekannten Prinzip aus der Psychologie. Negative Erfahrungen wirken stärker und nachhaltiger als positive (Baumeister et al., 2001).
Destruktives Verhalten kann ein Team schneller zerstören, als ein Top-Performer es aufbauen kann.
Was heisst das für Führung und Organisationen?
1) Performance ohne Werte ist keine echte Performance Hohe Ergebnisse rechtfertigen kein Verhalten, das anderen schadet. Kurzfristige Leistung kann langfristige Schäden nicht kompensieren.
2) Kultur schlägt individuelle Leistung Ein einziger toxischer Mitarbeitender kann die Leistung vieler senken. Gute Kultur wirkt multiplikativ - schlechte ebenso.
3) Führung heisst hinschauen Toxisches Verhalten verschwindet selten von selbst. Es wird toleriert, weil Resultate stimmen. Und genau das macht es so gefährlich.
Vielleicht sollten wir weniger Energie darauf verwenden, den nächsten Superstar zu finden. Und mehr darauf, konsequent die falschen Verhaltensweisen aus dem System zu halten.
Eine Frage für dich
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